Was ist ein CDN?

Ein CDN ist ein Netz von Servern an vielen Standorten, das die Inhalte einer Website zwischenspeichert und von einem Punkt nahe beim jeweiligen Besucher ausliefert – vorgeschaltet vor den eigenen Ursprungsserver der Website.

Statt dass sich jeder Besucher mit einem einzigen Ursprungsserver verbindet, gehen Anfragen an den nächstgelegenen Edge-Server des CDN. Zwischenspeicherbare Inhalte wie Bilder, Skripte und manchmal ganze Seiten werden von dort beantwortet; der Rest wird vom Ursprung geholt. Das Ergebnis: geringere Latenz, weniger Last auf dem Ursprung und bei den meisten Anbietern das Abfangen von Lastspitzen und Denial-of-Service-Angriffen.

Hinter ein CDN kommt eine Website in der Regel über das DNS: mit einem CNAME von www auf einen Hostnamen, den das CDN vorgibt, durch den Umzug der Zone auf die Nameserver des CDN oder mit A-Records, die auf die Anycast-Adressen des CDN zeigen. Das CDN terminiert TLS; das Zertifikat, das Besucher sehen, ist also das beim CDN installierte oder vom CDN ausgestellte.

Das prägt, was eine Domain-Abfrage zeigen kann. IP-Adressen, ASN und Standort gehören zum CDN, nicht zu dem Unternehmen, das die Website tatsächlich hostet; der Ursprung ist absichtlich nicht sichtbar. Antwort-Header verraten oft, welches CDN im Einsatz ist. Und eine DNS-Änderung bei einer Website hinter einem CDN kann von verschiedenen Orten aus unterschiedlich aussehen, weil das CDN je Region bewusst unterschiedlich antwortet.

Beispiel

www.example.com.  300  IN  CNAME  example-com.cdn-provider.example.

Selbst prüfen

So sieht das Thema „CDN (Content Delivery Network)“ bei einer echten Domain aus:

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