Ihr Laptop oder Smartphone durchläuft den DNS-Baum nicht selbst. Das Gerät schickt die Frage an einen rekursiven Resolver – meist vom Internetprovider, vom Firmennetz oder von einem öffentlichen Dienst betrieben – und wartet auf die fertige Antwort. Der Resolver beginnt bei den Root-Servern, wird an die Server der TLD verwiesen, dann an die autoritativen Nameserver der Domain, und gibt den Eintrag zurück, den er erhält.
Resolver speichern jede Antwort für die Dauer der TTL des Eintrags. Wer als Zweiter nach demselben Namen fragt, bekommt die Antwort deshalb sofort. Dieser Cache ist auch der Grund, warum zwei Personen kurz nach einer DNS-Änderung unterschiedliche Antworten sehen können.
Ein validierender Resolver prüft zusätzlich DNSSEC-Signaturen und verwirft Antworten, die die Validierung nicht bestehen. Resolver können außerdem lokale Richtlinien wie Filter anwenden – ein weiterer Grund, warum sich Ergebnisse von Netz zu Netz unterscheiden können.