Jede TLD hat genau eine Registry. Verisign betreibt .com, DENIC betreibt .de, nic.at betreibt .at, SWITCH betreibt .ch. Die Registry entscheidet – bei gTLDs im Rahmen der ICANN-Verträge, bei ccTLDs nach eigenen lokalen Regeln –, wer Namen zu welchen Bedingungen registrieren darf, veröffentlicht die Delegationen in der TLD-Zone und stellt den WHOIS- oder RDAP-Dienst für die TLD bereit.
Registrys verkaufen üblicherweise nicht direkt an die Öffentlichkeit. Sie nehmen Registrierungen von Registraren entgegen. Daraus ergibt sich das dreistufige Modell: Der Domaininhaber hält den Namen, der Registrar verwaltet ihn, die Registry verzeichnet ihn.
Es hilft zu wissen, welche Stelle wofür zuständig ist. Statuscodes, die mit „server“ beginnen, setzt die Registry; solche mit „client“ setzt der Registrar. Vergabebedingungen, Wiederherstellungsverfahren und der Umfang der Daten, die eine Abfrage zeigt, sind Sache der Registry – deshalb unterscheiden sie sich von TLD zu TLD.